Die Pflegebranche ist ein Wachstumsmarkt. Politiker wittern hier gerne die Chance auf rasche Beschäftigung für möglichst viele Menschen. So auch die nordrheinwestfälsche SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft, die vorschlägt, 1-Euro-Jobber in der Altenpflege einzusetzen. Der Deutsche Pflegerat e.V. (DPR) als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens kritisiert diesen Vorstoß, der offensichtlich Qualität und Quantität in einen Topf wirft.

“Mehr Hände und Füße haben Priorität – mehr Köpfe sind scheinbar nicht so wichtig, das ist offensichtlich das Motto dieser Vorschläge” sagt Franz Wagner, Vize-Präsident des DPR. Langzeitarbeitslos zu sein ist kein Hinderungsgrund für eine pflegerische Berufstätigkeit, aber auch keine ausreichende Qualifikation, so Wagner weiter. So entstehe in der Öffentlichkeit und bei den Pflegefachkräften immer wieder der Eindruck “Pflegen kann doch jeder”.

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