Mittlerweile erkrankt jeder Dritte im Laufe seines Lebens an einer Demenz, meist an Alzheimer. Eine gezielte Prävention durch bestimmte Medikamente ist heute noch nicht möglich, dennoch haben Studien ergeben, dass man sehr wohl durch eine sogenannte „unspezifische“ Vorbeugung die Widerstandsfähigkeit des Gehirns gegen den Krankheitsprozess erhöhen.
Folgende präventive Maßnahmen haben sich als möglicherweise wirksam herauskristallisiert:
1. Körperliche Aktivität
Studien besagen, dass körperliche Aktivität bei Senioren das Risiko, an einer Demenz zu erkanken, um bis zu 50% reduzieren können. Zu körperlicher Aktivität zählt bereits der 30-minütige Spaziergang mit dem Hund.
2. Geistige Regsamkeit
In einer Untersuchung an fast 500 Personen im Alter über 75 Jahren war die Anzahl von Demenzerkrankungen nach sechs Jahren umso seltener, je häufiger die Senioren Tätigkeiten wie Lesen, Kreuzworträtsel, Karten- oder Brettspiele, Musizieren oder ähnliches ausgeübt haben. In diesem Zusammenhang ist ebenso bemerkenswert, dass eine passive Freizeitbeschäftigung wie das Fernsehen sogar mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von Gedächtnisstörungen in Zusammenhang steht.
3. Gesunde Ernährung
Auch die Ernährung kann vorbeugend wirken. So haben Studien ergeben, dass eine reichliche Aufnahme der Vitamine C und E im Essen mit einem verringerten Krankheitsrisiko verknüpft sein könnte. Teilnehmer einer Studie, die mindestens einmal pro Woche Fisch aßen, litten nach einem Beobachtungszeitraum von sieben Jahren seltener an einer Demenz als Teilnehmer, die nie Fisch aßen. Dieser positive Effekt könnte durch den Gehalt an Omega-3-Fettsäuren erklärt werden. Auch die Relation von ungesättigten zu gesättigten Fettsäuren in Speisen hat eventuell eine vorbeugende Wirkung.
4. Bluthochdruck behandeln
Eine wichtige Erkenntnis betrifft die Rolle von Durchblutungsstörungen des Gehirns bei Demenzerkrankungen. Solche Durchblutungsstörungen im Gehirn sind bei älteren Menschen sehr häufig. Wenn neben den feingeweblichen Veränderungen der Alzheimer-Krankheit gleichzeitig Durchblutungsstörungen vorliegen, kommt es rascher zu einer Demenz.
Die Behandlung des Bluthochdrucks ist derzeit die einzig wissenschaftlich belegte vorbeugende Maßnahme gegen Demenz. Danach senkt die systematische Behandlung des Bluthochdrucks die Häufigkeit von neu diagnostizierten Demenzerkrankungen um die Hälfte.
Alle Informationen rund um Demenz finden Sie auf der Homepage der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.
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