Im Alter wird das Leben in den eigenen vier Wänden irgendwann zum Hindernis-Parcours: Läufer, Teppiche und Duschvorleger werden zu Stolperfallen. Wer nicht in eine barrierefreie Wohnung oder in eine Pflegeeinrichtung umziehen möchte, sollte zunächst dafür Sorge tragen, dass sein eigenes Heim möglichst barrierefrei wird.

Der Verein Barrierefrei leben in Hamburg empfiehlt, Zimmer für Zimmer durchzugehen und hierbei zunächst auf den Fußboden zu achten: Zunächst die oben genannten Stolperfallen durch Festkleben oder Entfernen beseitigen. In Dusche oder Badewanne beugen Gummimatten mit Saugnäpfen einem möglichen Ausrutschen vor. Elektrokabel am besten mit Laufschiene an den Wänden entlangführen. Auf Treppen verhindern Stufenmatten einen Treppensturz, auch farbig markierte Treppenanfänge, -enden und Türschwellen sind hilfreich.

Nach dem Fußboden sollte man sein Mobiliar überprüfen: Im Alter hat man einen größeren Bewegungsradius, ist nicht mehr so wendig, deshalb sollte man überlegen, welche Möbel oder Haushaltsgeräte eventuell verzichtbar wären. Umgekehrt ist an anderer Stelle ein neues Möbelstück hilfreich, z.B. ein Stuhl im Flur beim Schuhe an- und ausziehen, in der Küche vor der Arbeitsplatte oder auf dem Treppenabsatz zum Ausruhen, genauso wie ein Hocker in der Dusche.

Beim Aufstehen von Sesseln und Sofas wird oft die niedrige Sitzhöhe zur Hürde. Hier kann ein Fachmann Klötze unter den Sitzgelegenheiten anbringen.

In Hamburg steht Senioren für einen Wohnraumcheck der Verein Barrierefrei leben mit seinen Wohnberatern zur Seite. Auch in anderen Städten gibt es Unternehmen zur Wohnraumberatung für Senioren, wie z.B. die Firma Gerotronik, die direkt mit der Krankenkasse abrechnen dürfen.

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