Die emotionale Förderung von Menschen mit Demenz war am Mittwoch, 20. Januar 2010, Thema einer Fachtagung an dem Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg.

Vorgestellt wurde ein Konzept, das sich an Pflege- und Betreuungspersonen sowie pflegende Angehörige wendet: Auf der Tagung ging es um konkrete Maßnahmen, die zur Gestaltung positiver Alltagssituationen in der stationären und häuslichen Pflege von Menschen mit Demenz beitragen können.

Wie der Gerontologe Prof. Dr. Andreas Kruse betonte, sind Emotionen ein bedeutsamer Zugang in der Betreuung von Menschen mit Demenz. Auch wenn Gedächtnis und Orientierung schon weitgehend beeinträchtigt sind, können die betroffenen Personen noch Gefühle erleben und positive Erfahrungen machen. Doch wie kann dies von Bezugspersonen konkret für die Pflege und Betreuung genutzt werden? Dieser Frage ist eine Forschergruppe unter der Leitung von Prof. Kruse im Rahmen des Projekts DEMIAN nachgegangen:

“Unser Konzept unterstützt die Bezugspersonen in ihrem Bemühen, Menschen mit Demenz als individuelle Personen anzusprechen und sie in ihrem emotionalen Erleben zu fördern. Es ermöglicht die gezielte Erfassung und Nutzung positiv bedeutsamer Alltagssituationen”, erläutert Prof. Kruse, der Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg ist.

Mehr Informationen über das Projekt DEMIAN erfahren Sie hier.

  • Share/Bookmark