Die heiß diskutierten Pflegenoten für Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste sollen vermutlich bereits im Februar diesen Jahres auf einer Fachtagung überprüft werden. Hier soll entschieden werden, ob das Verfahren der Pflegenotenvergabe beibehalten oder korrigiert werden soll.
Die Pflegenoten seien als Entscheidungshilfe gedacht. „Deshalb ist es uns wichtig, die Systematik der Pflegenoten bereits nach wenigen Monaten gemeinsam mit Experten einer ersten Praxisbewertung zu unterziehen“, sagte Florian Lanz, Sprecher des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenversicherung.
In den Medien wurde bereits kurz nach der Bekanntgabe der ersten Noten Anfang Dezember kritisiert, dass die Pflegenoten intransparent oder gar irreführend seien, da die schlechte Pflegequalität eines Heimes durch die Noten allein nicht erkennbar sei. So wurde bemängelt, dass manche Heime „gut“ abschneiden, weil Pflegemängel durch gute Werte etwa für Dokumentation oder Essensauswahl wettgemacht werden. Bei ersten Überprüfungen in der ambulante Pflege war es augenscheinlich umgekehrt, sie schnitten oft „zu schlecht“ ab, da ambulante Dienste in der Regel zwar gut pflegten, jedoch lückenhaft dokumentierten, so die Prüfer.
Dieser zweifelhaften Ausgleichmethode soll also eventuell bereits in einem Monat ein Ende bereitet werden.
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