26 Nov
von admin - Kategorie: Pflege & Gesellschaft
Treffpunkt der Generationen
Mittlerweile gibt es rund 500 Mehrgenerationenhäuser in ganz Deutschland. Etwa 90.000 Menschen nutzen die Angebote der Mehrgenerationenhäuser täglich, darunter sind ein Drittel der Besucher über 50. Betreuungs- und Essensangebote bilden einen Schwerpunkt der Dienstleistungsangebote, aber auch der gegenseitigen Unterstützung werden häufig genutzt und von den Senioren selbst organisiert. So lesen Senioren in Kindergärten vor, bieten sich als „Leihoma“ an, gründen mit Jugendlichen einen gemeinsamen Chor oder geben Kochunterricht.
Tagesbetreuungsangebote für Demenzkranke
Insgesamt 90 Mehrgenerationenhäuser bieten eine Betreuung für Demenzkranke und deren Angehörige an. So können Angehörige können sich in den Mehrgenerationenhäusern treffen, um sich auszutauschen, während die Erkrankten in dieser Zeit von ausgebildeten Freiwilligen betreut werden. Die Freiwilligen werden auch in Familien mit Erkrankten vermittelt, um diese zu entlasten. Sie beschäftigen sich stundenweise mit den Erkrankten, so dass Angehörige freie Zeit zur Verfügung haben.
Wohngemeinschaften – eine alternative Wohnform für Senioren
Am 1. September 2009 wurden 30 Wohngemeinschaften unter dem Titel „Wohnen für (Mehr)Generationen“ am 1.September vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der KfW Förderbank ins Leben gerufen. Ziel es ist, neue Formen der Gemeinschaft zu entdecken, sowie schöne und günstige Alternative zu den herkömmlichen Pflegeheimen zu bieten.
„In den Wohngemeinschaften sollen sich Jung und Alt wohl fühlen und sich füreinander engagieren. Ältere Menschen verfügen über enormes Lebenswissen und einen wertvollen Erfahrungsschatz, den wir nicht verschenken dürfen. Sie bieten Zeit und Rat. Die jungen Menschen wiederum können den älteren Menschen bei der Bewältigung des Alltages behilflich sein. Die gegenseitige Unterstützung und Nähe fördert den Zusammenhalt der Generationen.” sagt Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Die Wohngemeinschaften sind mit ihrer Lage und den Angeboten optimal in das jeweilige Gemeindeleben integriert. Hierzu gehören gemeinsame Freizeitaktivitäten, Tage der offenen Tür, aber auch Patenschaften für pflegebedürftige Menschen und Hilfen für Menschen mit Behinderung. Alle Wohngemeinschaften bieten durchschnittlich 15 Personen Platz.
Informationen zu den 30 Projekten des Programms stehen im Onlineportal www.baumodelle-bmfsfj.de bereit.
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