18 Mai
von admin - Kategorie: Pflege & Beruf, Pflege & Politik
Die Debatte um den Mindestlohn für die Beschäftigten in der Pflegebranche ist noch immer ein brisantes Thema innerhalb der Regierung. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle hat seinerseits noch einmal ernsthafte Bedenken angeführt, den Forderungen nach einem Mindestlohn für die Beschäftigten der Pflegebranche uneingeschränkt zu folgen.
Die Argumente sind vor allem, dass eine enorme Kostensteigerung für den Pflegesektor befürchtet wird, der im Nachhinein vielen Beschäftigen den Arbeitsplatz kosten wird und zu einem Notstand für die Bedürftigen führt. Das Wirtschaftsministerium bezeichnet besonders die ländlichen Gebiete Deutschlands sowie Ostdeutschland für besonders gefährdet. Weiterhin fördere der Mindestlohn das Angebot „dubioser“ Pflegeangebote.
Aus der Pflegebranche kommen die gewichtigen Argumente, dass eine derart sensible Arbeit mit einem angemessenen Lohn bezahlt werden muss, um die Qualität der Pflege und das Wohlergehen der Bedürftigen zu verbessern. Brüderle hingegen fordert, zunächst nur bis 2011 den Forderungen nach dem Mindestlohn nachzukommen, da dann eh eine neue Debatte auch für alle anderen Branchen um das Thema Mindestlohn aufbrodeln wird.
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