Eine mögliche Vereinsamung demenzkranker Heimbewohner, die sich nicht mehr artikulieren können und auch nicht mehr mobil sind, ist ein großes Problemfeld in der Altenpflege, das immer mehr Pflegeheime ins Auge gefasst haben. Um diesem Problem aktiv zu begegnen, wurde das Projekt „Beschütztes Wohnen“ im Heywinkelhaus Osnabrück ins Leben gerufen, was sich an das Konzept der bereits bekannten „Pflegeoasen“ anlehnt. Die acht Bewohner im Heywinkelhaus werden in einem Gemeinschaftraum betreut, wobei die Patienten jederzeit die Möglichkeit haben, sich in ihr Zimmer bringen zu lassen. In dem Gemeinschaftsraum ist immer mindestens eine Pflegekraft anwesend, um auf die Bedürfnisse der Patienten einzugehen. Zusätzlich führen die Pflegekräfte gemeinsame Aktivitäten mit den Bewohnern durch, mal individuell, mal als Gruppenaktivität.
Begleitet wird dieses Projekt von einer Studiengruppe um Prof. Dr. Elke Hotze, Professorin für Pflegewissenschaften an der Fachhochschule Osnabrück. Die Gruppe untersucht, ob sich die Lebensqualität der Demenzkranken durch die Gesellschaft und die angebotenen Aktivitäten verbessert. Da die Patienten meist nicht mehr selbst zum Ausdruck bringen können, wie sie die Veränderungen wahrnehmen, sind bei der Auswertung vor allem die Erfahrungen des Pflegepersonals und der pflegenden Angehörigen notwendig. Die Studie wird bis Sommer 2011 andauern.
Das Forschungsprojekt wird gefördert durch das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie und die Heywinkelstiftung Osnabrück.
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