Die Pflegebranche leidet nach wie vor unter dem schlechten Image der Pflegeberufe. In kaum einem anderen Berufsfeld gibt es derzeit so viele offene Stellen für Fachkräfte. Und trotz hervorragender Einstellungs- und Karrieremöglichkeiten entscheiden sich nur wenige Schulabgänger für eine Ausbildung in der Altenpflege (wir berichteten). Dies ist zu einem großen Teil auf die unattraktiven Arbeitsbedingungen zurückzuführen. Laut des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) bewertet über die Hälfte der Pflegekräfte ihren Job als «schlecht», nicht einmal jeder fünfte äußerte sich zufrieden.

Besonders frustriert zeigten sich die befragten Pflegekräfte über ihre Entlohnung. Da es noch keinen Mindestlohn in der Pflegebranche gibt, ist die Spanne bei der Entlohnung allerdings stark abhängig vom Arbeitgeber. So müssen tarifgebundene Arbeitgeber derzeit bundesweit zwischen 1722 und 2259 Euro monatlich bei einer Wochenarbeitszeit von 39 Stunden (in Ostdeutschland 40 Stunden) zahlen. Tatsache ist jedoch, dass über 70 Prozent der befragten Altenpfleger weniger als 2000 Euro brutto im Monat verdienen, jeder Zweite bekommt trotz Vollzeitjob sogar weniger als 1500 Euro. Überstunden obendrein.

Was man als Altenpfleger tatsächlich verdienen kann, abhängig von Berufserfahrung etc., lässt sich am besten in einschlägigen Internetforen ermitteln.

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